Sprechzeiten: Mo - Do: 10.00 - 12.30 h und 16.30 - 19.00 h
nur nach telefonischer Vereinbarung!

Corona! Wichtige Änderungen in unserer Praxis!

Liebe Tierfreunde!
Wir haben viele Tierhalter die aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes zu der Corona-Risikogruppe zählen. Diese gilt es zu schützen!
Deshalb treten ab Montag, dem 16. 3. 2020 folgende Maßnahmen in unserer Praxis in Kraft:

1. Terminsprechstunde: Wir bitten Sie, sich telefonisch einen Termin geben zu lassen und diesen dann pünktlich einzuhalten! Damit soll sichergestellt werden, dass kaum Kunden einander begegnen
2. Draußen warten: Bitte warten Sie vor der Praxis und halten Sie dort von anderen Personen Abstand (Im Freien übertragen sich Viren nicht so leicht wie in geschlossenen Räumen.)
3. Einzeln eintreten: Sie werden gemäß telefonischer Voranmeldung von unseren Mitarbeitern einzeln in die Praxis gerufen. Falls möglich das Tier nur von einer Begleitperson in unserer Praxis vorstellen. Kinder sollten als gefährdeter Personenkreis daheim bleiben.
4. Notfall: Medizinische Notfälle werden natürlich stets vorrangig versorgt. Falls möglich kündigen Sie ihr Kommen aber bitte zuvor telefonisch an.
5. Abstand halten: Der empfohlene Personenabstand sollte etwas 1 bis 2 Meter betragen.

Wir betreiben keine kostenintensive Großpraxis oder Klinik, so dass wir Ihnen dadurch nicht nur preisgünstige Behandlungen anbieten können, sondern auch eine entspannte Atmosphäre, in der wir uns viel Zeit für eine ausführliche Beratung und für die individuelle Betreuung unserer Patienten nehmen können, damit Sie und Ihr Tier sich bei uns wohl fühlen. Dabei ist Transparenz für uns wichtig, so dass wir das medizinische Vorgehen inkl. möglicher diagnostischer Verfahren gemeinsam mit Ihnen besprechen und nicht eigenmächtig im Verborgenem Ihr Tier behandeln.

 

 

TPLO Nein Danke !

Wurde Ihnen etwa auch gleich eine TPLO nach einem Kreuzbandriss vorgeschlagen ?
Diese extrem invasive und auch kostspielige Operationsmethode im Rahmen eines Kreuzbandrisses ist völlig unnötig, da es bereits sehr gute bewährte Operationsmethoden hierfür gibt, mit geringeren Komplikationsraten.
Wir führen eine moderne, sehr gut ausgestattete Tierarztpraxis und bieten Ihnen durch ständige Fortbildungen Veterinärmedizin auf hohem Niveau.

Unsere Praxis verfügt über eigene Kundenparkplätze sowie über einen barrierefreien Zugang.

 

 

Ehrenamtliches Engagement / Hilfsorganisation Eselhilfe Mauretanien

Unsere Praxis ist aktiv in der Eselhilfe Mauretanien involviert. Neben Spendensammlungen zwecks Erwerbs wichtiger Arzneimittel, Huf - und Operationsbestecke, bin ich als leitender Tierarzt dieses Projektes auch vorort in Mauretanien und im südlichen Nachbarland Senegal ehrenamtlich im Einsatz.
 

Praxis-Blog

Aktuelle Informationen über unsere Praxis und interessante Neuigkeiten rund um das Tier.

Gefährliche Lebensmittel für Ihr Tier

Bei aller Tierliebe sollte man nie vergessen, dass unsere "Leckereien" für Vierbeiner nicht immer verträglich sind. Das "Belohnen" mit Gesalzenem, Süßigkeiten oder Alkohol kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Auch bringen neue Ernährungstrends (Verwendung von "gesundem" Birkenzucker) oft ungeahnte Gefahren für Tierhalter mit sich. Aber auch passieren immer wieder Vergiftungen durch Unachtsamkeit. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung von den häufigsten Gefahrenquellen.

Birkenzucker (Xylit)

Vorkommen:
"Zuckerfrei" weil mit Xylit hergestellte Bonbons, Kaugummis, Marmeladen und Schokoladen, Zahnpasten, sowie Selbstgebackenes mit Birkenzucker. Ca. 3 Gramm Xylitol je Kilogramm Körpergewicht sind lebensgefährlich
Durch den Verzehr kommt es zum Abfall des Blutzuckerspiegels bzw. Unterzuckerung (Hypoglomie), auch Leberversagen ist möglich. Bereits das Verschlucken von xylithaltigen Kaugummis kann bei kleinen Hunden gefährlich werden.

Gefährdete Tiere:
Hunde, Kaninchen, Kühe, Ziegen und im Allgemeinen Nagetiere.

Sofortmaßnahme:
Sofort zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren. Vorher anrufen und telefonisch Bescheid geben. Der Tierarzt wird dann medikamentös das Erbrechen einleiten oder eine Infusionstherapie durchführen. Um der Unterzuckerung auf dem Weg zum Tierarzt vorzubeugen, kann man nach Absprache mit dem Arzt gezuckertes Wasser und Traubenzucker verabreichen.

Alternative Zuckeraustauschstoffe:
Erythrit, Kokosblütenzucker, Stevia

Avocados

Avocados enthalten Persin, das den Herzmuskel der Hunde schädigt. Persin ist zwar nur in geringen Dosen im Fruchtfleisch enthalten, kann allerdings bei sensiblen Hunden zu Durchfall und Erbrechen führen. Kaut der Hund gar an einem Kern oder den Blättern herum kann das mitunter zu einer tödlichen Vergiftung führen.

Symptome einer Vergiftung:
Durchfall, Erbrechen, Atemnot, Schwächeanfall; in hohen Dosen Herzprobleme

Knoblauch/Zwiebel

Sie enthalten Sulfide (N-Propyldisulfid), die die roten Blutkörperchen zerstören und somit eine Blutarmut (Anämie) hervorrufen können. Als schädliche Menge gelten circa fünf Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Symptome einer Vergiftung:
Blasse Schleimhäute, Blutarmut, Durchfall, Erbrechen, Verweigerung von Wasser und Futter.

Rohes Schweinefleisch

Ungekochtes Schweine-/Wildschweinefleisch kann den Aujeszky-Virus (Herpes-Virus) übertragen, der bei Hunden/Katzen zu Nerven- und Hirnentzündungen führen und immer tödlich enden. Wird durch Erhitzen von 60° Grad und mehr abgetötet.

Symptome einer Vergiftung:
Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber, Koordinationsprobleme, Speicheln, starker Juckreiz, Tobsuchtanfälle, Unruhe, Wesensveränderungen, zentrale Störungen (Pseudotollwut), Bewusstlosigkeit. Innerhalb von zwei Tagen nach Auftreten der Symptome führt die Krankheit zum Tod.

Rosinen/Weintrauben

Die darin enthaltene Oxalsäure erhöht die Kalziumwerte des Blutes beim Hund. Bei kleinen Rassen oder bestimmten Rassen mit der Veranlagung zur Unverträglichkeit kann diese zu tödlichem Nierenversagen führen.

Symptome einer Vergiftung:
Durchfall, Erbrechen, Magenkrämpfe, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Nierenversagen

Kakao/Schokolade

Kakao (wie auch schwarzer Tee) enthält die für Hunde giftige Substanz Theobromin. Je höher der Kakaogehalt, desto höher ist der Anteil des Theobromins.

100g weiße Schokolade = 200mg Theobromin
100g Zartbitterschokolade = 1600mg Theobromin
100g Kakaopulver = 2000mg Theobromin

Ab 100 – 300mg/Kilogramm Körpergewicht kommt es zu Herz-/Kreislaufversagen. Für kleine Hunderassen können deshalb bereits wenige Stückchen Schokolade tödlich enden.

Symptome einer Vergiftung:
Atembeschwerden, Bewusstseinsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen

Rohe Hülsenfrüchte

Bohnen, Kichererbsen und einige andere Hülsenfrüchte enthalten roh das Gift Phasin das die roten Blutkörperchen verklumpt.

Symptome einer Vergiftung:
Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Krämpfe

Thunfisch

Thunfisch ist mit Methylquecksilber belastet und kann deshalb in großen Mengen Vergiftungserscheinungen bei Katzen auslösen. Ab 0,2 g/kg Körpergewicht treten Erscheinungen auf.

Symptome einer Vergiftung:
Es kommt unter anderem zu Zahnfleischveränderungen und Zahnverlusten.

Nachtschattengewächse

Die grünen Stellen an Tomaten/Kartoffeln und deren Keime enthalten das natürliche Toxin Solanin. Kartoffeln sollten deshalb nur gekocht (ohne Schale, denn diese hat einen hohen Solanin-Gehalt) verfüttert werden. Auch das Kochwasser enthält das wasserlösliche Solanin und soll nicht verwendet werden.

Symptome einer Vergiftung:
Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizung

Risikofaktor Schneckenkorn

Das tödliche Gift (Metaldehyd) schmeckt leider gut, daher sind Todesfälle bei Katzen nicht selten. Bei den allerersten Symptomen, Zittern, Speicheln und Sabbern, krampfartigem Erbrechen, sofort zum Tierarzt. Bis zu einer Stunde nach der Giftaufnahme kann die Wirkung des Giftes noch durch Magenauspumpen und Brechmittel reduzieren werden.

Symptome einer Vergiftung:
Zittern, Speicheln, krampfartiges Erbrechen, Tod

Gefahr durch Frostschutzmittel

Vorsicht bei (Scheiben-)Frostschutzmitteln. Das süßlich schmeckende Mittel wir von Hunden gerne aufgeschleckt (Pfützen am Straßenrand/offen stehende Behälter. Schon eine geringe Menge reicht um eine tödliche Vergiftung auszulösen.

Symptome: Der Hund/Katze benimmt sich wie betrunken, torkelt, wirkt zuerst aufgedreht, dann schläfrig. Manchmal erbricht das Tier auch. Anschließend tritt häufig eine scheinbare Verbesserung des Zustandes ein, doch dann wird es kritisch! Die Abbauprodukte des Ethylenglykols lösen dann schwere Nervenschäden aus, Hypothermie, Krämpfe und beginnendes Nierenversagen.

Behandlung: Besteht der Verdacht, dass ihr Tier Frostschutzmittel aufgeschleckt hat, sofort zum Tierarzt! Wenn man das Tier bei der Aufnahme beobachtet, am besten gleich Erbrechen herbeiführen (Tierarzt) oder Kohletabletten verfüttern, das verlangsamt die Aufnahme im Darm. Ist da Gift schon im Darm hilft nur noch Gegengift (meist Ethanol) um eine Metabolisierung des Ethylenglykols zu verhindern. Zusätzliche Hilfsmaßnahmen können die Stabilisierung der Nierenfunktionen mit einer Infusion oder im schlimmsten Fall eine Hämodialyse sein.
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